Hundeschule kalte Schnauze

Inh. Susanne Burmeister

Wurmbefall beim Welpen

 

 

"Jeder Hund hat Würmer!"

Das erklärt auch die Tatsache, dass jeder Welpe im neuen Wurf nach einer Kur Spulwürmer zu Tage förderte, obwohl die Mutter wurmfrei war.

Ich las mal, dass in Testreihen nachgewiesen wurde wie isoliert gehaltene Hündinnen Welpen geworfen haben, die Würmer ausschieden, obwohl eine Ansteckung der Mutter durch einen anderen Hund nicht möglich war.

Allein diese Tatsache beweist, dass die Wurmeier in den Organen und der Muskulatur der Mutter angelegt waren und über die Blutbahnen weitergegeben wurden.

Der Nachweis von Wurmeiern im Kot eines Hundes ist nicht immer zuverlässig, da die Würmer nicht dauernd Eier absondern und diese durch den Wirt ausgeschieden werden. Hinzu kommt, dass offensichtlich nicht alle Wurmeier durch den Darmtrakt befördert werden, sondern sich in den Organen oder der Muskulatur des Hundes ablagern. Der Nachweis von Wurmeiern im Kot des Wirtes sagt somit nichts über die tatsächlichen Wurmbefall aus.

Beim erwachsener Hund sind nur von Zeit zu Zeit Würmer oder Wurmeier nachzuweisen, da die Würmer nicht ständig Eier freisetzen, aber die Anlagen für den Fortbestand einiger Wurmspezien sind permanent vorhanden. So können sich Würmer fast unbemerkt z. B. im Darmbereich ansiedeln, auch ohne den Kontakt zu anderen Hunden.

Aus diesem Grund ist auch bei einem erwachsenen Hund eine halbjährliche Wurmkur anzuraten. Sie sollten sich aber darüber im Klaren sein, daß der Hund dadurch nicht wirklich wurmfrei ist.

Nach meiner Erfahrung möchte ich raten, Welpen bis zum Alter von 9 Monaten möglichst einmal im Monat zu entwurmen, um Wachstums- und Entwicklungsstörungen zu vermeiden.

Einige Wurmarten sind auch auf den Menschen übertragbar und überaus gefährlich für Ihre Gesundheit. Andere wiederum können Ihrem Welpen so viele Nährstoffe aus dem aufgenommenen Futter entziehen, so dass ein Welpe, der normalerweise die Größe eines Berhardiners erreichen würde, nur so groß wird, wie ein Deutscher Schäferhund. Dauerhaft dünnbreiiger Kot, magere Welpen mit trotzdem aufgeblähten Bäuchen und glanzloses, struppiges Fell sind Anzeiger für Wurmbefall. Ein wurmfreier Welpe ist gesund, rund und immer hungrig. Sein Fell glänzt und lässt sich mühelos und locker wie ein "zu großer Mantel" auf dem Körper hin und her schieben beim Streicheln und liegt nicht straff am Körper an.

Lassen Sie sich ausreichend durch Ihren Tierarzt beraten. In seiner Praxis können Sie unterschiedliche Präparate erhalten, die Ihr Welpe auch verträgt.

Welpen sind häufig mit Spulwürmern befallen, die sich im Magen- und Darmbereich angesiedelt haben. Der Welpe scheidet diese oft aus, bzw. erbricht sie in Knäulen oder einzeln. Sie erinnern an Fadennudeln und sind fast jedem Welpenbesitzer bekannt. Bei starkem Befall können die Würmer sogar in der Lunge des Welpen angesiedelt sein. Ein sehr gutes Präparat gegen Spulwürmer ist Banmintpaste oder Banmintsuspension. Gegen andere Würmer gibt es entweder gezielte Mittel oder einige, die ein breiteres Spektrum abdecken.

In Ihrem Interesse und dem Ihres Welpen, ist es empfehlenswert, Hunde regelmäßig zu entwurmen.

Sollten Sie also nach einer Wurmkur z. B. Spulwürmer entdecken, so ist dies ein ganz normales Ereignis, unabhängig von der Menge oder Größe eines oder mehrerer Wurmexemplare.